Vergangene Woche beschloss das Gremium, in dem Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) vertreten sind, eine Kürzung der Vergütung für ambulante Psychotherapie um 4,5 Prozent ab April 2026. Die Krankenkassen hatten die Kürzung gefordert und argumentieren, niedergelassene Psychotherapeuten hätten in den vergangenen Jahren „überproportionale Honorarerhöhungen“ erhalten. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend, darunter „ZDFheute“ und das „Deutsche Ärzteblatt“.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung bezeichnete den Beschluss als „Unding“ und warnte, dass die Patienten die Leidtragenden sein werden. Auch die Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung (DPtV) sprach von einem „fatalen Signal“. Dass trotz mehr Behandlungen weiterhin lange Wartezeiten bestünden, zeige nicht ein Überangebot, sondern dass der Bedarf an psychotherapeutischer Hilfe noch größer sei als das vorhandene Angebot, argumentieren die Therapeutenverbände.
| Antrag: | TOP 7.2 Mentale Gesundheit junger Menschen in den Fokus rücken! |
|---|---|
| Antragsteller*in: | Rainer Schütze (Jugend des Deutschen Alpenvereins) |
| Status: | Angenommen |
| Eingereicht: | 20.03.2026, 17:16 |
